Lehmputz – Passt zu jedem Raum

Neben des Kalkputzes gehört der Lehmputz ebenfalls zu den mineralischen Putzen. Auszeichnen können sich diese Putze durch die anorganischen Bindemittel. Die Mineralputze können bei vielen Innenwänden aufgestrichen werden und sie gelten als feuchtigkeitsregulierend. Der Lehmputz setzt sich aus Sand, Ton sowie Lehm zusammen. Bei Lehm handelt es sich um einen Stoff, welcher seit Jahrhunderten verwendet wird. Durch Verwitterung aus festen Gesteinen entsteht er und bildet an der Erdkruste den obersten Bereich. Die Lehmbaustoffe sind wiederverwendbar und sie sind als ökologische Baustoffe beliebt. 

Lehmputz

Wichtige Informationen zum Lehmputz

Wichtig für den Putz ist, dass dieser bei beinahe allen Untergründen aufgetragen werden kann. Es spielt keine Rolle, ob auf Kalkwänden, Beton oder Gipskarton. Bei der Arbeit werden normale Schwämme, Traufel oder Kellen genutzt. Wird jedoch die Decke mit Lehm verputzt, ist dies schon anspruchsvoll. Wer die Untergründe und Bedürfnisse kennen möchte, braucht fachliche Kenntnisse. Für die Heimwerker ist es oft am besten, wenn die Fertigputze genutzt werden. Sand und Lehm können zwar eigenständig gemischt werden, doch es ist nicht so einfach, damit es das optimale Verhältnis gibt. Am besten wird ein Lehmfertigputz genutzt, der keine künstlichen Zusätze hat. Bei Lehmputz gibt es auch einen kleinen Nachteil, denn wenn er nicht abbindet, ist er im Vergleich zu herkömmlichem Putz nicht so hart. Wird der Lehmputz allerdings fachgerecht ausgeführt, kann die Festigkeit der Oberflächen mit jedem normalen Kalkputzen mithalten. Damit das Mineralgerüst von dem Material nicht großflächig reißt, sollte jedoch behutsam gebohrt und genagelt werden. Als Alternativen zu dem Lehmputz stehen auch Lehmstreichfarben oder Lehmstreichputze zur Verfügung. Sie sind schadstofffrei und bieten nicht den feuchtigkeitsregulierenden Effekt.

Was ist für den Lehmputz zu beachten?

Der Lehmputz absorbiert Schadstoffe und er reguliert Feuchtigkeit. Für den Naturbaustoff Lehm entscheiden sich bei Sanierungen und Neubauten immer mehr Bauherren. Jahrhundertelang wurde Lehm innerhalb von Deutschland für den Bau der Fachwerkhäuser genutzt. Heute nutzen einige Menschen den Lehm wieder als Wandputz. Bestehen die Wände aus Lehm, gibt es in Innenräume die gesunde und konstante Luftfeuchtigkeit. Ein Risiko für Erkältungen wird damit reduziert und die Schleimhäute der Anwohner werden geschont. Die relative Luftfeuchtigkeit bleibt bei Lehm bei etwa 50 % und dies wird umso stärker, je dicker die Lehmschicht ist. Positive Effekte gibt es jedoch auch schon bei geringeren Putzstärken. Lehm kann schließlich Schadstoffe, Ausdünstungen und Rauch absorbieren. Viele Menschen entscheiden sich für Lehmputz, die schon Allergien oder Beschwerden haben. Lehmputz kommt schließlich auch ohne künstliche Zusatzstoffe aus. Auch bei Bädern ist der Lehmputz geeignet, denn die Schimmelgefahr ist bei fachgemäßer Verarbeitung sehr niedrig.